ESSEN TUT GUT, 4. TERMIN

Thema: Engagiert in Essen
Moderation: Anna Bartl
Ort:
Steinmanufaktur Puzicha, Manderscheidtstraße 28, 45141 Essen

Am 05.03.2013 fand ein weiteres Netzwerktreffen engagierter Menschen statt.

» Essen tut gut

Ehrenamt Agentur, Menschenmögliches, freddy fischer stiftung und die Stiftung Universitätsmedizin Essen, luden zu einem Vortrags- und Gesprächsabend ein.
Unter dem Thema "Engagiert in Essen" führte die charmante Moderatorin Anna Bartels von Radio Essen durch den Abend.

Vertreten waren der Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß, Prof. Klaus Wermker von der Uni Essen-Duisburg und natürlich die Verantwortlichen der einzelnen Organisationen Janina Krüger, Simone Oster, Freddy Fischer und Astrid Puzicha.

OB Reinhard Paß begrüßte das Thema "Engagiert in Essen" als einen wichtigen Punkt in der Stadt Essen. "Allerdings darf, durch engagierte Bürger, die Stadt nicht aus der Verantwortung genommen werden", so der OB. Er selber habe in vielen Bereichen ehrenamtlich gearbeitet und findet es gut, dass 1/3 der Essener Bürger sich in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich einbringen.

Prof. Klaus Wermker, Experte für Stadtentwicklung und Honorarprofessor an der Uni Duisburg-Essen, verdeutlichte in seinem Vortrag noch einmal die Wichtigkeit, dass immer mehr Menschen sich für ihr Lebensumfeld interessieren und Verantwortung übernehmen möchten. Dadurch sind viele wunderbare Initiativen und Projekte direkt aus der Bürgerschaft entstanden. "Diese vielen aktiven Menschen helfen, unsere soziale Infrastruktur in Essen zu erhalten und zu verbessern. Nur mit dem Engagement ihrer Bewohner ist und bleibt Essen lebens- und liebenswert! Vielfach fehlt es aber an Informationen, Ansprache und Zugängen, wo und wie Menschen sich sinnstiftend einbringen können", so Wermker.

Dieses wurde dann von den vier Organisationen und Stiftungen aufgegriffen. Jeder stellte sich und sein Projekt, für das er steht, vor und brachte dem Publikum näher, warum diese Arbeit wichtig und unterstützungswürdig ist. Jeder Bereich steht für sich und hat seine Bedeutung, sei es die Betreuung der "Frühchen", die ohne besondere Hilfe nicht lebensfähig wären, sei es die Kinder und Jugendarbeit für Menschen die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die Betreuung alter Menschen durch die junge Generation oder, damit der Kreis sich schließt, die Sterbebegleitung.

Und bei diesen Punkten "rund um das Leben" ist es wichtig zu helfen. Ein Beitrag dazu, soll der Aufruf zum 3. Essener Firmenlauf sein, wo diese Organisationen Läuferteams stellen und Spenden sammeln werden. Hierzu gibt es eine eigene Internetseite "Laufend helfen", wo sie auf die Organisation ihres Wunsches setzen und online spenden können. Nach der Projektevorstellung erfolgte eine lebhafte Diskussion, es wurden Fragen gestellt und Anregungen gegeben.

Danach wurden die angeregten Gespräche an den vorbereiteten Ständen fortgesetzt. Jeder konnte sich individuell bei den einzelnen Projekten informieren und seinen Wissensstand erweitern und, um vielleicht auch sich selber zu hinterfragen, ob es nicht lohnenswert ist, sich hier einzubringen. Nur zögerlich löste sich die gut besuchte Veranstaltung auf. Ein Zeichen, dass diese Themen das Interesse der Besucher ansprach und beschäftigte.

Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung mit weiteren wichtigen Themen und Informationen.

Impressionen von der Veranstaltung am 05.03.2013
Fotos: Peter Wieler

Essen tut gut, 05.03.2013
Essen tut gut, 05.03.2013
Essen tut gut, 05.03.2013
Essen tut gut, 05.03.2013
Essen tut gut, 05.03.2013
Essen tut gut, 05.03.2013
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Essen tut gut, 05.03.2013
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Essen tut gut, 05.03.2013
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ESSEN TUT GUT, 3. TERMIN

Thema: Kinderarmut in Essen
Moderation: Thomas Hüser
Referent: Björn Enno Hermans Dipl.-Psychologe und GF des SkF Essen

Am 22.10.2012 fand die dritte Netzwerkveranstaltung zum Thema - Kinderarmut in Essen - statt. Zeitgleich wurde die Studie der Bertelsmann Stiftung zu diesem Thema veröffentlicht.

» Essen tut gut

Björn Enno Hermans beschrieb die Notsituation der Kinder in unserer Stadt sehr eindringlich. „Es gibt nahezu keine „armen“ Kinder ohne „arme Eltern“, war seine Feststellung. Kinder armer Eltern haben nicht die gleichen Zukunftschancen, wie Kinder aus gutsituierten Familien. Hierfür spricht auch deutlich die Wohnlage in der Stadt Essen, das Nord-Süd Gefälle ist sehr auffällig. Kinder aus dem Essener Süden haben einen deutlich besseren Start, als Kinder aus dem Essener Norden. In verschiedenen Stadtteilen des Essener Nordens sind 2/3 aller Kinder von Armut betroffen. Die Bertelsmann Studie wird noch deutlicher. Bei untersuchten Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern, steht die Stadt Essen 34,4%, nach Gelsenkirchen 40,5% und Halle an der Saale 38%, an dritter Stelle der Negativliste. Bundesweit bescheinigt die Studie zwar das Armutsrisiko für Kleinkinder als rückläufig, das Ost-West-Gefälle verringert sich, aber der Großstadt-Vergleich offenbart drastische Unterschiede, wie man bei der Stadt Essen sehen kann.

Es ist beschämend für eine blühende Stadt wie Essen, dass das Kinderarmutsrisiko so hoch ist. Wir müssen an unsere und an die Zukunft dieser Kinder denken und diesen Missstand schnellstens beheben. Kinder ohne Schulabschluss und ohne Ausbildung werden sich nicht selber aus diesem Kreis befreien können. Hier sind die Stadt Essen und die vielen Vereine zur Bekämpfung von Kinderarmut gefordert ein gesamtstädtisches Konzept zu erarbeiten und nachhaltig umzusetzen. Eine bedarfsorientierte Einsetzung der staatlichen Gelder täte hier Not. In den  betroffenen Stadtteilen müssen verstärkt Kindergärten eingerichtet werden, „denn die frühkindliche Phase ist entscheidend für die Entwicklung der Kinder“, so die Aussage der Bertelsmann Stiftung. Ganztagsschulen müssen dafür Sorge tragen, dass Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern, eine entsprechende Förderung erhalten, damit auch sie einen Abschluss erhalten und danach eine Ausbildung möglich ist, damit diese späteren Erwachsenen nicht von Sozialhilfe leben müssen und die Möglichkeit haben sich selber zu ernähren und eine Familie gründen zu können.

Lassen Sie uns hierfür ein Netzwerk schaffen, um ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, dass hier dringend Abhilfe geschafft wird. Dass die vorhandenen und die noch zu beschaffenden Gelder, sinnvoll für die Zukunft der „armen“ Kinder und Jugendlichen  eingesetzt werden, damit die Stadt Essen diese Schlusslaterne, zum Wohle der Kinder abgeben kann und zukünftig auf eine starke neue Generation schauen kann.

Impressionen von der Veranstaltung am 22.10.2012

ESSEN TUT GUT, 2. TERMIN

"Essen tut gut!" - zwischen Ruhrgebietsfotografien fanden sich am 21.06.2012 etwa 100 Gäste im Quadrart in Essen ein, um sich erneut auszutauschen. Hatte Stefan Wiesenberg, Sprecher der Ehrenamtsagentur, bei der Auftaktveranstaltung am 25.04.2012 noch betont, dass gesellschaftliches Engagement immer wichtiger wird, sollte an diesem Abend ein positives Beispiel dafür folgen.

Das Thema des Abends war „Würdevolles Sterben in Essen“, zu dem die
Leiterin des Zentrums für Palliativmedizin der Kliniken Essen-Mitte Frau Dr. Marianne Kloke eingeladen wurde. In einem Gespräch mit Thomas Hüser erläuterte sie ihre Arbeit und die Bedeutung der Palliativmedizin, die sich dem Menschen als Ganzes verschrieben hat.
Im Mittelpunkt stehen Patienten, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben und eine umfassende Fürsorge benötigen. Spirituelle und soziale Bedürfnisse und Wünsche, Seelsorge, das Ziehen einer Lebensbilanz sind Dinge, die über eine rein körperliche Behandlung hinausgehen, aber deren Berücksichtigung genauso wie eine Schmerztherapie elementar zu einer Leidenslinderung und damit einer höheren Lebensqualität beitragen. „Immer wenn es um Leidenslinderung geht, sind wir gefragt.“ so die Medizinerin, die sich ihrer menschlichen und moralischen Verantwortung bewusst ist: „Der, der unsere Hilfe braucht, mit dem gehen wir einen Vertrag ein.“ Auf eine sehr eindringliche Art und Weise gab Frau Dr. Kloke einen Einblick, mit welchen Problemen Betroffene, Angehörige und Mediziner sich oftmals konfrontiert sehen. So kann die Abhängigkeit von einem Rollator etwa schon zu schwer überwindbaren Hürden führen. Dies zu veranschaulichen, war ihr besonders wichtig: „Leider haben wir keine Stühle, sonst würde ich Sie üben lassen.“ Thomas Hüser brachte in seinen abschließenden Worten auf den Punkt, was jedem der Anwesenden deutlich wurde: Wir können selbst in solche Situationen geraten und es muss Menschen geben wie Frau Dr. Marianne Kloke.

Als erste Referentin der Veranstaltungsreihe hat Frau Dr. Kloke eindrucksvoll und sensibel eine Thematik dargestellt, die von Nichtbetroffenen oftmals gar nicht wahrgenommen wird und auch in der Öffentlichkeit immer noch ein Tabu darstellt. Wir von der freddy fischer stiftung sind beeindruckt von dieser engagierten Ärztin und freuen uns auf weitere Referenten und Themen, die berühren und unser aller Aufmerksamkeit und Mitgefühl brauchen!

» weitere Informationen: Zentrum für Palliativmedizin der Kliniken Essen-Mitte

 

Impressionen von der Veranstaltung am 21.06.2012
QUADRART, Sabinastraße 1, 45136 Essen
Gast: Dr. Marianne Kloke
Moderation: Thomas Hüser
(Fotos: Peter Wieler)

  

ESSEN TUT GUT, 1. TERMIN

"Essen tut gut!" - unter diesem Motto vereint, fand am 25. April 2012 die erste Veranstaltung zum Thema Netzwerk engagierter Menschen aus Essen, im Solid Club in Essen Rüttenscheid, statt.

Mit dem gemeinsamen Ziel soziale Probleme der Ruhrgebietsmetropole Essen sichtbar zu machen, nachhaltige Handlungskonzepte zu erarbeiten und ein gut verzweigtes Netzwerk zu fördern, waren wir, die freddy fischer stiftung, dabei und haben zusammen mit engagierten Mitgliedern der gemeinnützigen Vereine Frühstart e.V., Menschenmögliches e.V., sowie der Ehrenamt Agentur Essen e.V. zu diesem Abend eingeladen.

Schirmherr Henning Baum, selbst engagierter Essener und bekannter Schauspieler, eröffnete den Abend und hieß die rund 170 Gäste willkommen. In der Eröffnungsrede wünschte sich Stefan Wiesenberg, Sprecher der Ehrenamt Agentur Essen e.V., dass die Veranstaltung "Essen tut gut!" als Möglichkeit des Kontakteknüpfens, des Austausches sowie der Ideengeburt genutzt wird, aber auch als "Raum für offene und auch kontroverse Diskussionen." Dabei machte er deutlich, dass gesellschaftliches Engagement nicht nur immer wichtiger und notwendiger wird, sondern dass die Stadt Essen vielfältig engagierte Menschen braucht. Dieses ist ein zentrales Thema der freddy fischer stiftung. Die Stiftung macht auf Kinderarmut aufmerksam und setzt hier bei ihren Hilfsmaßnahmen an.

» Mehr Informationen (PDF-Datei downloaden)

Aber nicht nur die Kinderarmut stellt für die Stadt ein großes Problem dar, sondern Essen ist sogleich ein "Biotop in Sachen Überalterung". Dementsprechend soll "Essen tut gut!" eine Veranstaltungsreihe sein, die diese Probleme auch in Zukunft intensiver diskutieren will, um soziale Engagements positiv voranzutreiben, zu unterstützten und bekannter zu machen. Stefan Wiesenberg rief zu einer Ideensammlung auf, denn "wir wollen wissen, was sie auf dem Herzen haben" und gab den Hinweis, auch Menschen zu einem Austausch anzusprechen, die man noch nicht kannte.

Lea Kolberg und Henning Baum
Freddy Fischer und Frank Buchheister
Dorothee Endriss und Frank Mooshöfer

Ganz im Sinne dieser Ideen nutzten die Gäste die ungezwungene Atmosphäre als Gelegenheit zum Kennenlernen, Wiedersehen und Gedankenaustausch. In zahlreichen Gesprächen konnten wir feststellen, dass sich bereits viele der Anwesenden mit dem Gedanken über Hilfestellung für Kinder und Jugendliche vor Ort, befasst haben. Es spielte dabei keine Rolle ob es sich um bekannte Persönlichkeiten der Stadt handelte oder junge Leute, die hier eine Möglichkeit sehen zu helfen.

So möchte zum Beispiel Lea Kolberg (17 Jahre, Botschafterin der freddy fischer stiftung), benachteiligte Jugendliche durch ein Projekt, das von ihr initiiert wird, begleiten. Durch die Mitarbeit in der Freien Schule Essen-Katernberg erlebt sie, dass es anderen Jugendlichen, aus vielen verschiedenen Gründen, schlechter geht als ihr. Das ist Motivation für sie. Sie sprach mit vielen Veranstaltungsteilnehmern um  Gleichgesinnte zu finden, die sie bei ihren Ideen unterstützen können. Unsere Unterstützung hat sie und wir werden zu diesem Projekt an anderer Stelle berichten.

Für die Freie Schule Katernberg ist eine Ferienfreizeit geplant, Nicole Falk sagte spontan zu, die Jugendlichen bei dieser Fahrt nach Berlin zu begleiten. Und Schauspielhaus-Intendant Christian Tombeil sprach sich dafür aus, dass gesellschaftliche Probleme noch viel stärker auf die Theaterbühnen gebracht werden müssen und er sich dafür engagieren wird. Eine sinnvolle Idee hatte auch Sandra Wortelboer, beruflich bedingt ist sie mit Personal und Ausbildung vertraut. Sie möchte die Jugendlichen auf ihr Leben nach der Schule vorbereiten. Jugendliche mit Haupt- bzw. Realschulabschluss können bei ihr, im Rahmen eines Trainingsprogramms erlernen, Bewerbungsunterlagen zu erstellen und ihnen bei folgenden Bewerbungsgesprächen beratend zur Seite zu stehen.

Dies ist nur ein Auszug an geführten Gesprächen und Hilfsvorschlägen. Schon aus diesem Grund war die Veranstaltung für uns ein voller Erfolg und wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste Veranstaltung am 21.06.2012 und sagen Danke an alle Gäste die diesen Abend erst möglich gemacht haben!