Schwere Last von kleinen Schultern nehmen

Eine schwere Erkrankung eines Familienmitglieds mit 
begrenzter Lebenserwartung hat Auswirkungen auf das ganze System "Familie". Es stellen sich hierbei ganz viele Fragen: Wie komme ich selber damit klar? Wie viel Wahrheit braucht ein Kind? Wie erkläre ich meinem Kind die Krankheit? Wie spreche ich über Sterben und Tod?

Es ist, für die Eltern und für die Kinder, eine erhebliche Belastung mit der Wahrheit umzugehen. Ein gemeinsamer Weg muss gefunden werden, das Kind mit den Veränderungen des Alltags vertraut zu machen. Begleitende Gespräche im Verlauf der Therapie sind für Eltern und Angehörige wichtig, damit sie lernen mit ihren Kindern über diese Ausnahmesituation zu sprechen.

Für die Kinder ist es wichtig auch Ansprechpartner außerhalb der Familie zu haben. Eine ganz individuelle Begleitung der Kinder in ihren Familien ist notwendig, damit seelische Belastungen so klein wie möglich gehalten werden und sie die Möglichkeit bekommen die Erfahrungen die sie in dieser Situation sammeln, auch wenn sie schmerzlich sind, in ihr Leben zu integrieren. Ehrliche Antworten, auch über den eigenen Tod, sind für Kinder einfacher zu begreifen und grundlegende Zusammenhänge des Lebens zu erfahren, als wenn sie durch eigene Fantasien falsche Vorstellungen und Ängste entwickeln.

Je nach Alter unterscheiden sich die Methoden, mit denen gearbeitet wird. Dem  dreijährigen Kind ist eine kreative und spielerische Art und Weise vertraut. Jugendliche  und Heranwachsende, benötigen Gesprächspartner, mit denen sie gemeinsam Ideen  entwickeln können, wie sie der Verantwortung für die Familie gerecht werden und zugleich ihren eigenen Weg ins Leben weiterverfolgen können.

Das Kinderprojekt "Schwere Last von kleinen Schultern nehmen" richtet sich an Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 3-21 Jahren, die spüren, dass sie in dieser besonderen Lebenssituation (ein stückweit) 
begleitet werden möchten. Die Stiftung fördert bei diesem neuen Hilfsprojekt die dafür nötigen individuellen Betreuungs- und Therapieplätze.

In Kooperation mit Menschenmögliches und Kliniken Essen-Mitte.