KLARTEXT FÜR KINDER E.V.
Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Genau dort wird „Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut” ansetzen. „Wir wollen Individualhilfe leisten, zusätzlich und unbürokratisch”, erklärt Reinhard Rosemann, als ehemaliger Jugendamtsleiter von Moers ein Experte und 1. Vorsitzender des Vereins. Der von der NRZ initiierte Verein "Klartext für Kinder - Aktiv gegen Kinderarmut!" nimmt Fahrt auf. Die engagierten Ehrenamtler um den Vorsitzenden Reinhard Rosemann haben das Projekt soweit vorangetrieben, dass die ersten Hilfs-Aktionen jetzt anlaufen. Die freddy fischer stiftung unterstützt "Klartext für Kinder – Aktiv gegen Kinderarmut" u.a. bei der Beschaffung von Schulausstattungen oder Fahrtkostenbezuschussung bedürftiger Kinder und deren Angehörige.
Hier ein Auszug aus einem Artikel über die Projekte von "Klartext für Kinder" von Michael Passon, NRZ:
Die ersten Hilfsaktionen laufen an
03.05.2008 / Lokalausgabe
Karin Kopp hat sich "die Hacken abgerannt" für eine Arbeitskollegin, deren Sohn schwer krank ist. Es hat sich gelohnt, Klartext für Kinder hilft.
AM NIEDERRHEIN. Dilan (Name geändert) ist ängstlich. "Meine Vergangenheit", sagt die hübsche 34-Jährige. Mehr nicht. Fest steht, ohne Karin Kopp hätte sich die Migrantin aus Kamp-Lintfort niemals gewagt, irgendjemanden um Hilfe zu bitten. Dabei macht ihr der Blick nach vorn mindestens genauso viel Angst. Gestern ist ihr ältester Sohn Azad (Name geändert) in eine Duisburger Klinik gekommen. Er ist 15, seine schlimme Erkrankung, das Marfan-Syndrom, gewährt keinen Aufschub mehr. Eine Operation auf Leben und Tod. Wenn Azad es schafft, muss er drei Monate im Krankenhaus bleiben. Nur: Seiner Mutter fehlt das Geld, ihn zu besuchen.
Karin Kopp arbeitet in dem Altenpflegeheim, in dem auch Dilan beschäftigt ist. Als Ein-Euro-Kraft. Sie hat noch zwei jüngere Söhne, lebt von Hartz IV, allein erziehend. Kopp, selbst dreifache Mutter: "Ein Monatsticket nach Duisburg kostet fast 100 Euro. Wovon soll sie das bezahlen?" Also machte Kopp sich auf die Socken. "Ich habe mich gewundert, wieviel Energie ich entwickele." Mühsam klapperte die Kamp-Lintforterin die Behörden ab. "Ich wusste erst gar nicht, wohin mit meinem Anliegen." Aber wo ein Wille ist.... 14 Tage später ist das Jugendamt aktiv geworden, die Caritas ist im Boot und die ARGE in Kamp-Lintfort hat sich schließlich an "Klartext für Kinder - aktiv gegen Kinderarmut!" gewandt. Weil alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Der Verein hat daraufhin nach Rücksprache mit dem Kamp-Lintforter Jugendamt kurzfristig beschlossen, die Fahrtkosten für zwei Monate zu übernehmen.
Stattgegeben ist auch dem Antrag eines Moerser Kindergartens, in dem ein bedürftiger Junge einen Ranzen mit Schulausstattung benötigt.
Herzlichen Dank an den Förderkreis der Stiftung.
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Fotos vom Fest: Peter Oelker




